Die Zeugin

Stille. Schwer und unnachgiebig senkte sie sich über sie und ließ die nächtlichen Geräusche verstummen. Sie wollte sich aufrichten, doch es fühlte sich an, als läge sie in Honig. Süßer, klebriger Honig, der jede Bewegung unmöglich machte. Sie konnte nicht einmal mehr schreien, als er ihre Lunge füllte und ihr langsam aber sicher den Atem nahm.

Aufgeregt sprang der Hund hin und her und zog ungestüm an der Leine. »Schon gut«, Karin Göpel löste den Karabiner aus dem Halsband ihres Schäferhundes. Sofort verschwand dieser im Gebüsch. Lächeln ging die Frau weiter. An der nächsten Weggabelung blieb sie stehen. »Sammy?«, verwundert sah sie sich um. Normalerweise kam der Hund spätestens nach wenigen Minuten wieder »Sammy? Komm zu Frauchen!« Karin Göpel glaubte ein entferntes Bellen zu hören. Besorgt bahnte sie sich einen Weg durch das Dickicht zum Flussufer, vielleicht hatte sich ihr Liebling in einer Hecke verfangen und brauchte Hilfe. Sie schob einen Ast zur Seite und sah ihn aufgeregt am Ufer auf und ablaufend. Doch Karin Göpel sah noch etwas, etwas dass ihr das Blut in den Adern gefrieren ließ.

Als Alfred Kessler zu dem Tatort gerufen wurde, befand er sich gerade mitten in seiner morgendlichen Jogging-Runde. So schnell wie es ihm sein erschöpfter Körper ermöglichte, lief er zurück nach Hause, wechselte die Klamotten und fuhr los. Zehn Minuten später parkte er seinen Audi am Eingang des Naturparks und ging los. Bereits nach kurzer Zeit kam ihm eine junge Polizistin entgegen, die von einem ihrer Kollegen gestützt wurde. Die arme Frau sah kreidebleich aus und schien einem Ohnmachtsanfall nahe. Bestimmt war das ihr erster Tatort. Weiter hinten erwartete ihn schon sein Kollege Dennis Kunze, der ungeduldig mit dem Fuß wippte: »Na endlich!« Innerlich seufzte Alfred, sein Kollege war immer pünktlicher, selbst wenn er als Vorgesetzter zuerst informiert wurde. Spöttisch grinsend deutete Dennis auf den Kopf seines Chefs: »Wirklich, sehr schick Herr Kessler«. Peinlich berührt zog Alfred das vergessene Schweißband von seiner Stirn und stopfte es in seine Hosentasche. »Ich war Joggen, würde Ihnen sicherlich auch gut tun«. In Wahrheit war Dennis Kunze einer der sportlichsten Kommissare der Hellersdorfer Polizeistelle. Selbst unter seinem Jeanshemd konnte man die trainierten Muskeln erkennen. Einer der Gründe wieso Alfred angefangen hatte, zu joggen, doch der kleine Bauchansatz war wie ein Kaugummi an der Schuhsohle, hartnäckig und äußert lästig. Dennis war schon weitergegangen und winkte nun etwas gereizt, also beeilte Alfred sich. Als er hinter der Polizeiabsperrung am Ufer des kleinen Flusses stand, konnte er sehr gut nachvollziehen, wie sich die Polizistin von eben gefühlt haben musste. Ihm zog sich vor Entsetzen die Brust zusammen. Dort, wo das Flussbett flacher wurde, lag ein Mädchen mit dem Gesicht nach unten im Wasser. Die Strömung zog sachte an ihrem weißen Kleid, was dem Schaubild etwas beinahe märchenhaftes verlieh. Die Haut des Mädchens war fast so weiß wie ihr Kleid, nur ihr Haar war kastanienbraun und wogte in sanften Wellen auf und ab. Kein Zweifel, das Mädchen war tot. Unwillkürlich musste Alfred Kessler an seine Tochter Lilly denken, die Tote schien nur ein wenig jünger als sie zu sein. Er schauderte und wandte sich ab. Um nichts in der Welt konnte und wollte er dabei zusehen, wie nun ein paar Männer der Kriminaltechnik den leblosen Körper des Mädchens ans Ufer hievten, nachdem sie genügend Fotos gemacht hatten. Die Passantin, die die Leiche entdeckt hatte, war von einem Polizeiwagen nach Hause gebracht worden und im Moment noch nicht vernehmungsfähig. Alfred empfand Mitleid für die Frau, für die dieser Fund mit Sicherheit noch lange ein traumatisches Ereignis bleiben würde. Er beschloss zurück zum Revier zu fahren, da er hier nichts weiter ausrichten konnte, er würde sich später mit Herrn Doktor Arenberg treffen, um näheres über die Todesumstände zu erfahren. Hoffentlich war bis dahin auch die Identität der Toten geklärt, die keinerlei Papiere bei sich gehabt hatte oder deren Papiere die Strömung zu weit weg getrieben hatte, als dass sich eine Suche lohnen würde. Während der Fahrt zerbrach Alfred sich den Kopf darüber, wie er dieses Ereignis zunächst vor der Presse geheim halten konnte. In einem Kaff wie Hellersdorf würde diese schaurige Sensation einschlagen wie eine Bombe und die Familie des Mädchens unweigerlich zum Dorfklatsch werden. Je weniger konkrete Informationen die Presse bekam, desto abenteuerlich wurden die Gerüchte, etwas das Alfred bereits in seinen ersten Dienstjahren gelernt hatte.
Kaum zwanzig Minuten nachdem er seinen Platz hinter dem Schreibtisch eingenommen hatte, war Alfred kein bisschen schlauer als vorher. Sein Kollege und Freund Steffen Arenberg aus der KTU hatte ihm ein Foto des Mädchens geschickt, dass ihm bei der Identifizierung helfen sollte, aber bisher hatte er sich einfach nicht konzentrieren können. Das Bild des toten Mädchens im Fluss hatte sich in seine Netzhaut eingebrannt, schlimmer noch – er hatte automatisch ein Bild seiner eigenen Tochter Lilly vor Augen, wie sie tot in dem Flussbett lag. Wenn nun ein Serienkiller mit Vorliebe für junge Mädchen seinen Weg nach Hellersdorf gefunden hatte? Ihm war klar wie lächerlich und unprofessionell diese Befürchtung war, dennoch konnte er nicht verhindern, dass er beim bloßen Gedanken daran eine Gänsehaut bekam. Sein Albtraum wurde von einem Paar unterbrochen, das die Polizeiwache betrat, als er sich gerade einen Kaffee holen wollte. Der Mann stützte die Frau, deren Gesicht einen Ausdruck tiefer Verzweiflung trug. »Bitte, wie kann ich ihnen helfen?«, fragte Alfred sie behutsam. Der Mann straffte die Schultern. »Wir möchten eine Vermisstenanzeige aufgeben. Es geht um unsere Tochter.« Er versuchte entschlossen zu klingen, doch seine Stimme bebte. Zitternd streckte die Frau Alfred ein Foto entgegen, auf dem ein junges Mädchen mit heller Haut und langen, dunkelbraunen Haaren zu sehen war. Kastanienbraun. Ihn durchfuhr die Erkenntnis wie ein Blitz, doch er wollte sich sicher sein, bevor er das Leben dieser Menschen für immer zerstörte. »Bitte folgen sie mir.« Zurück an seinem Schreibtisch verglich er die beiden Fotos. Es bestanden keinerlei Zweifel. Das vermisste Mädchen und die Tote waren ein und dieselbe Person. »Mein Name ist Reinhard Joos, das ist meine Frau Annemarie. Unsere Tochter Valentina ist 16 Jahre alt.« Die Stimme des Vaters holte Alfred schlagartig in die Wirklichkeit zurück. Er war nicht darauf vorbereitet diesen Eltern zu erzählen, dass sie ihr Kind nie wieder lachen hören würden. Er bezweifelte, dass man auf so etwas jemals vorbereitet sein konnte. »Herr Joos, Frau Joos, es tut mir außerordentlich Leid Ihnen sagen zu müssen, das ihre Tochter heute Morgen tot aufgefunden wurde.« Mit großem Unbehagen beobachtete Alfred, wie sich der Gesichtsausdruck der Frau von Verzweiflung in Verleugnung und schließlich in endlose Trauer verwandelte, als sie ihre Tochter auf dem anderen Bild erkannte, das er vorsichtig in ihre Richtung schob. Stumme Tränen rannen über ihre Wangen, das Gesicht des Mannes verhärtete sich und seine Augen wurden dunkel vor Schmerz. Was jetzt kommen würde war jedoch noch viel schwerer.

»Lilly? Lilly Schatz, bist du zuhause?« »Ja Dad, ich bin gerade beim Lernen. Was ist denn?« Erleichterung überschwemmte Alfred als er seine Tochter die Treppe herunter kommen sah. Er nahm sie in die Arme: »Habe ich dir eigentlich schon mal gesagt, wie lieb ich dich habe?« »Dad?«, lachend schob Lilly ihn von sich und sah ihn verwundert an. »Was ist mit dir los?« Als sie seine ernste Miene sah, fuhr sie sanft fort: »Neuer Fall?« »Lilly, du weißt genau – « »Dass du über laufende Ermittlungen nicht reden darfst, klar Dad«, beendete sie seinen Satz. »Aber dann stimmt es, was die anderen sagen? Valentina Joos ist tot?« Sie sah ihn fragend an. »Woher hast du das?« Alfred wurde hellhörig. »Auf Facebook gehen Gerüchte um. Anscheinend ist sie heute nicht im Unterricht erschienen und manche behaupten es wurde eine Mädchenleiche gefunden. Ein paar Leute haben mich ausgefragt, ob ich nichts Genaueres wüsste.« Na wunderbar! Innerlich fluchend ließ sich Alfred auf der Couch nieder. Er hätte dem Ehepaar Joos gerne noch ein wenig mehr Ruhe gegönnt, bevor die Klatschreporter über sie herfielen und ihren Telefonanschluss blockierten. »Kanntest du sie?« Es hatte keinen Sinn Lilly etwas vorzumachen, dafür kannte sie ihn zu gut. »Nicht persönlich, sie geht in die Zehnte, zwei Jahre unter mir.« »Weißt du, mit wem sie viel Kontakt hatte, vor allem in den letzten zwei Wochen?« Von ihren Eltern hatte Alfred lediglich erfahren, dass Valentina ein ruhiges und verträumtes Mädchen gewesen sei. Außer ihrer besten Freundin Vivien schien sie mit niemandem ein engeres Verhältnis zu pflegen. »Da fragst du mich zu viel«, Lilly schüttelte entschuldigend den Kopf. »Allerdings habe ich immer öfter Joshua Kramer, der Kellner aus dem Café Liebke, vor der Schule warten sehen, immer auf ein anderes Mädchen. Ich glaube zuletzt war es Valentina, ich bin mir eigentlich ziemlich sicher. Der Typ ist äußerst fragwürdig, mindestens fünf Jahre älter als sie.« Alfreds Neugierde war geweckt. Dieser Joshua Kramer war jemand, mit dem man sich definitiv näher befassen sollte.

»Na und? Dann kannte ich sie eben, das beweist gar nichts« Mit verschränkten Armen und einem selbstgefälligen Grinsen im Gesicht saß Joshua Alfred gegenüber. Sein Anblick versetzte den sonst so ruhigen Kommissar immer mehr in Rage. Wenn er eins nicht leiden konnte, waren es eingebildete Typen die sich selbst maßlos überschätzten. »Denken sie gut nach, bevor sie mir eine weiter Lüge auftischen, Herr Kramer. Ihr Alibi ist mehr als dürftig und es wird uns ein Leichtes sein, es zu widerlegen.« »Nur zu, tun Sie was Sie nicht lassen können. Marie wird ihnen sicher bestätigen, dass wir die ganze Nacht zusammen waren, viel geschlafen haben wir nicht, wenn Sie verstehen was ich meine.« An Selbstbewusstsein mangelte es diesem verzogenen Kerl nicht. Alfred kannte Marie Ebert, ein schüchternes Mädchen, dass so verliebt, wie es war, sicher alles bezeugen würde. »In welchem Verhältnis standen Sie zur Toten?« Unterm Tisch ballte Alfred seine Hand zur Faust, es verlangte einiges an Willensstärke angesichts dieses arroganten Widerlings die Fassung zu bewahren. »Ich halte mir gerne mehrere Optionen offen, das macht es spannender. Wenn sie keine weiteren Fragen an mich haben würde ich gerne gehen, ich werde nämlich erwartet.« Wieder dieses Grinsen und ein Augenzwinkern, bei dem sich Alfreds Kiefermuskeln verhärteten. Zu gerne hätte er diesen jungen Mann ein wenig Zellenluft schnuppern lassen, aber aufgrund der dürftigen Beweislage hatte er nicht ausreichend gegen ihn in der Hand. »Verdammt!« Er ließ seine Faust auf den Schreibtisch nieder sausen, als die Bürotür hinter Joshua Kramer zufiel. Sein Kollege Dennis, der während der Befragung dabei gewesen war, sah ihn merkwürdig an. »Du solltest dich nicht zu sehr in den Fall reinsteigern. Meines Erachtens ist er zwar ein Macho, für einen Mord jedoch braucht es ein Motiv, und ich weiß nicht, welches das in seinem Fall sein sollte. Er hatte seine ganzen Affären anscheinend gut im Griff, Eifersucht ist da als Motiv schon naheliegender. Wer weiß, wie viele Mädchen er sich noch angelacht hat«. »Und ich bleibe dabei, dieser Kerl hat Dreck am Stecken und ich werde schon noch rauskriegen, was das ist«, grummelte Alfred missmutig.
Die Ermittlungen des nächsten Vormittages lieferten nichts weiter als die Geschichten von mindestens ein Dutzend gebrochener Mädchenherzen. Alfred war froh, dass seine Tochter nicht so naiv war wie die Mädchen die sich von Joshua Kramer reihenweise hatten benutzen lassen. Doch alle hatten für die Tatzeit ein Alibi, die Dennis Kunze schon mehrmals überprüft hatte. Nach einer Stunde Grübeln waren es schließlich zwei Sachen, die frischen Wind in die Ermittlung brachten: Der Bericht des Pathologen und ein Handyvideo, aufgenommen zum Zeitpunkt des Mordes.

Mit diebischer Freude beobachtete Alfred Kessler, wie die Sicherheit langsam aus dem Gesicht von Joshua Kramer verschwand, je weiter das Video lief. Darauf war deutlich zu sehen, wie sich dieser im Wald an den Klamotten einer völlig benebelten Valentina zu schaffen machte. »Durch Falschaussage machen Sie sich strafbar, aber Mord ist eine ganz andere Liga. Ihr Alibi hat sich soeben in Luft aufgelöst, Herr Kramer, und ich glaube wir beide wissen, was auf dem zweiten Teil des Videos zu sehen ist«. Alfred bluffte, es gab kein weiteres Video außer dem einen, das Valentinas Freundin Vivien Stadler, die mit seinem Kollegen im nächsten Verhörraum saß, der Polizei übergeben hatte. »Sie wollten Valentina gefügig machen, in ihrem Magen wurden Reste von GHB oder besser gesagt K.O.-Tropfen gefunden. Doch sie wollte nicht, also haben Sie sie aus Wut kurzerhand in den Fluss geworfen. In ihrer Verfassung konnte sie sich nicht alleine über Wasser halten, bleibt nur noch zu klären ob Sie nicht ein wenig nachgeholfen haben, damit es schneller geht«. Joshuas Augen weiteten sich vor Entsetzen. » Das ist nicht wahr! Sie lügen! Ja, ich habe ihr die Tropfen auf der Party untergemischt, aber dann im Wald war mit ihr nichts mehr anzufangen, also bin ich schnell weg. Ich habe sie nicht umgebracht!« Es war eine Genugtuung zu Sehen, dass alle Selbstgefälligkeit, die Joshua Kramer gestern noch so selbstverständlich zur Schau getragen hatte, auf einen Schlag dahin war. Ein Klopfen an der Tür unterbrach das Verhör. Dennis Kunze steckte den Kopf durch die Tür. »Es gibt da etwas, was du dir ansehen solltest, Alfred«.

Noch nie in seinen fünfundzwanzig Dienstjahren war es vorgekommen, dass Alfred sich so geirrt hatte. Wie hatte er so blind sein können? Der einfachste Trick, und er hatte sich hinters Licht führen lassen! »Vielleicht werde ich alt«, dacht er resigniert. »Vielleicht ist es besser, wenn ich einen Gang zurückschalte.« Er saß teilnahmslos auf einem Stuhl, während sein Kollege Dennis das Verhör führte. »Es war geschickt, der Polizei ein paar Brocken hinzuwerfen und zu denken, dass sie das für eine Weile ablenken könnte. Aber weißt du was nicht klug war? Unserem Technikspezialisten dein Handy auszuhändigen! Er hat nämlich noch mehr als nur das Video gefunden, Vivien. Ich habe ihn gebeten, die GPS-Signale deines und Herrn Kramers Handys zu überprüfen, laut denen du am Abend des Mordes ganze zwanzig Minuten länger am Tatort warst, als er.« Vivien Stadler saß zusammengesunken da und versteckte ihre von Tränen erfüllten Augen hinter einem Vorhang aus roten Locken. »Und weißt du, was wir auch gefunden haben?«, fuhr Dennis Kunze fort. »Eine ganze Menge SMS von dir an Herrn Kramer. ‚Ich liebe dich, wieso willst du es nicht verstehen!‘. Oder noch besser ‚Sie ist eine Schlampe! Wieso sie und nicht ich?!‘. Von Freundschaft zu Valentina zeugen diese SMS nicht gerade. Ich glaube es gibt kein zweites Video, weil darauf zu sehen wäre, wie du rasend vor Wut deine betäubte Freundin in den Fluss wirfst!« Nun liefen dem jungen Mädchen die Tränen über die Wange: »Sie hätte es einfach lassen sollen! Wie oft habe ich ihr gesagt, dass sie das nicht machen kann, sie war meine Freundin! Mir war klar, dass sie an diesem Abend nicht ins Kino wollte, also bin ich ihr gefolgt und habe die beiden gesehen. Ich war so enttäuscht und wütend! Dass er sie liegen gelassen hat, hat daran nichts geändert. Ich bin hin, hab sie angeschrien und geschüttelt, aber sie hat überhaupt nicht reagiert! Ich wollte nur, dass sie mir in die Augen sieht, sieht wie sehr sie mich verletzt hat. Als sie seinen Namen gelallt hat, ist bei mir eine Sicherung durchgebrannt und ich habe sie in den Fluss gestoßen. Ich war so geschockt, dass ich gerannt bin, so schnell ich konnte.« Alfreds Kollege war von dem umfangreichen Geständnis so überrascht, dass es einige Sekunden brauchte, eher er sich wieder gefasst hatte. »Wusstest du, dass Herr Kramer Valentina K.O.-Tropfen verabreicht hat? Nein wie auch, du warst ja blind vor Liebe.« Mehr gab es nicht zu sagen. Als die beiden Ermittlern den Raum verließen, war das letzte was sie sahen das erschreckte Gesicht eines 16-jährigen Mädchens, dessen Leben nie wieder so sein würde wie früher.